Cialis Patent läuft aus – was bedeuet das für den Verbraucher?

5Wenn im Bett die Erektion zu schaffen macht, nutzen Männer entsprechende Hilfsmittel, die bislang für eine effektive Leistung sorgten und auf die man sich verlassen konnte. In wenigen Tagen wird alles anders. Patienten mit einer erektilen Dysfunktion, nutzten bislang häufig das Medikament Cialis vom Hersteller Lilly Pharma. Doch in allen Wirkstärken, läuft am 15. November das Patent für Cialis aus. Was bedeutet dies letztlich für Sie als Verbraucher? Wird es ein Generikum geben?

Hersteller Lilly verliert Cialis Patent: Was bedeutet dies für den Verbraucher?Wer bislang auf das Medikament Cialis gesetzt hatte, freute sich über eine standhafte und zuverlässige Leistung. Die Erektion vieler Männer konnte mit dem Mittel gestärkt werden. Cialis galt als erstklassig und setzte sich schnell auf den Markt durch. Am 15. November soll zunächst alles vorbei sein. Das Bundespatentgericht erklärte das bislang geltende Patent auf Cialis für nichtig. Dies bedeutet, dass der Hersteller Lilly, sein Medikament Cialis nicht mehr als einziges Unternehmen bis 2020 auf dem Markt vertreiben darf. Der Verlust des Patentes klingt für Verbraucher zunächst besorgniserregend, doch eigentlich profitieren Sie als Mann von diesem Umstand. Der Patentverlust führt dazu, dass nun Generika entstehen können, die mit dem gleichen Wirkstoff ausgestattet sind, jedoch nur ein Bruchteil dessen kostet, was Cialis bislang auf dem Markt verlangte.

Patent auf Wirkstärken in der Dauertherapie hätte noch bis 2020 gegolten – Bundespatentgericht entschied andersNicht nur bei einer erektilen Dysfunktion wurde Cialis bislang eingesetzt. Auch Männer, die am benignen Prostata-Syndrom (BPS) litten, nutzten das Medikament. Cilalis konnte dabei nicht nur, wie andere Mittel, in der Bedarfstherapie seine Anwendung finden. Das Mittel wurde auch in der Konstanztherapie eingesetzt, hier allerdings in vergleichsweise geringerer Dosierung. Wo bis zu 20 mg in der Bedarfstherapie durchaus üblich sind, nutzen Männer in der Konstanztherapie, beispielsweise beim benignen Prostata-Syndrom (BPS), lediglich Dosierungsformen bis maximal 5 mg. Seit dem Jahr 2000 hielt der Hersteller auf die Wirkstärken in der Konstanztherapie das Patent. Gegolten hätte dieses Patent noch bis zum Jahre 2020, doch das Bundespatentgericht hat dem nun einen Riegel vorgeschoben.

Europäisches Patent EP1173181 für nichtig erklärt

Geklagt hatten Ratiopharm und Sandoz/Hexal. Sie hielten das Patent auf die Dosierungsstärke für unzulässig. Am 24. Oktober 2017 entschied das Gericht zugunsten der Anklagesteller. Das Bundespatentgericht in München, erklärte kurz darauf das Patent für nichtig. Tadalafil, so der Wirkstoff von Cialis, ist allerdings noch bis zum 15. November offiziell patentgeschützt. Bis zu diesem Datum dürfen andere Hersteller kein Generika auf den Markt gebracht haben. Dabei gilt der Schutz des Patents für sämtliche Dosierungsstärken von Tadalafil. Diese Entscheidung, auch die Nichtigerklärung des Patentes, gilt allerdings lediglich für den deutschen Raum.

Generika von Ratiopharm und Hexal

Anschließend wurde beim BGH vom Hersteller Berufung eingelegt, bislang ohne Erfolg, allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Noch wird darauf gewartet, bis das Gericht sich um die Aufnahme des Verfahrens kümmert. Weshalb das Bundespatentgericht zugunsten von Ratiopharm und Sandoz entschied, die ab dem 15. November Generika auf den Markt bringen dürfen, ist noch ungewiss. Besonders Hexal erklärte bereits, dass es entsprechende Pläne für die Entwicklung von Generika gäbe, die schon bald für die Verbraucher erhältlich seien.

Grundsätzlich finde ich Generika sinnvoll, solange sie die gleiche Wirkung wie das Original haben. Ich denke das Auslaufen von Patenten großer Medikamente ist generell etwas positives für den Verbraucher.

 

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2 Gedanken zu „Cialis Patent läuft aus – was bedeuet das für den Verbraucher?“

  1. Finde es gut, dass das Patent mal ausläuft. Die halten eh viel zu lange finde ich. Sollte mal eine neue Gesetzesregelung kommen, von Generika profitieren ja alle. Die Pharmakonzerne sahnen einfach zu viel ab mit ihren überteuerten Medis.

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